Kalorien sparen und trotzdem genießen!

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Kalorien
Adobe Stock, contrastwerkstatt
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Vorab eine volkstümliche Kalorien-Weisheit zum Schmunzeln:

“Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts im Schrank die Kleidung enger nähen.”

So einfach kann man die Verantwortung zwar nicht beiseite schieben, aber manchmal sollte man auch seinen Humor nicht vergessen!

Denn viel zu oft hat man ein schlechtes Gewissen: Das ganze Jahr über werden an allen Ecken die leckersten Dinge angeboten. In der Weihnachtszeit lockt der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Bratwurst und Crêpes. Außerdem gibt es Plätzchen und kräftige Braten mit Klößen. Dann folgt der Karneval mit leider oft zu viel Alkohol und Berlinern. An Ostern gibt es wieder eine Fülle an Süßigkeiten und auch die Grillsaison beginnt bereits. Diese hält den ganzen Sommer über an mit vielen Leckereien – Grillkäse, Fleisch und gehaltvollen „Salaten“. Im Herbst endet die Grillsaison meist auch noch nicht, es gibt aber bereits viele Weihnachtsverführungen, außerdem Nüsse in Hülle und Fülle, die gesund sind, aber auch viele Kalorien enthalten. 

Wenn man also so überlegt, scheint es, als gäbe es keine „passende“ Zeit, um mal etwas vom Schlemmen zurückzutreten und der Verdauung und dem Körper eine Pause zu gönnen. Umgekehrt könnte man dann aber auch sagen: Es ist nicht wichtig, wann man damit anfängt, nur dass man anfängt!

Mythen rund um Kalorien und Zunehmen

Nicht wenige Menschen hört man nach Weihnachten sagen: „Ich habe über Weihnachten 2 kg zugenommen!“

Aber: Geht das überhaupt?

Glücklicherweise nicht! Dies zeigt eine simple Rechnung: Um 1 kg Fettgewebe zuzunehmen, muss man 7.000 kcal mehr essen, als man verbrennt. Diese Personen müssten also an 3 Tagen mindestens 14.000 Kalorien zu viel gegessen haben. Das ist so eine große Menge, die normale Menschen nicht essen könnten, ohne dass ihnen übel wird. 

Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen gelogen haben, denn die Waage zeigt möglicherweise tatsächlich 2 kg mehr an. Dies liegt meist daran, dass der Körper Wasser einlagert, vor allem, wenn er wenig bewegt wird. Diese Wassereinlagerungen baut ein gesunder Körper immer mal wieder auf und ab, also kein Grund zur Beunruhigung. Denkbar ist aber natürlich, dass die 2 kg nicht nur über die 3 Festtage zugenommen wurden, sondern den ganzen Dezember über. 

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Wie kann man denn Kalorien sparen, ohne sich gleich ganz einzuschränken?

Auswärts:

Leider weiß man, wenn man essen geht, häufig nicht, was im Essen steckt. Dennoch gibt es ein paar Stellschrauben, an denen man drehen kann. Überlegen Sie z. B., ob es wirklich unbedingt ein Glas Rotwein zum Essen sein muss. Ein kleines Glas mit 100 ml enthält nämlich bereits 85 Kalorien, so viel wie ein 200 ml Glas Cola. Vielleicht schmeckt Ihnen auch eine Weißweinschorle oder Sie verzichten auf den Wein. 

Beim Buffet sind häufig „die Augen größer als der Magen“. Durch die Vielzahl an Speisen isst man automatisch auch mehr. Essen Sie beim ersten Gang idealerweise einen leichten Salat oder eine Suppe. Häufig reicht dann ein zweiter Gang als Hauptgang. Nehmen Sie sich von den verschiedenen Speisen nur kleine Portionen. Sie werden merken, dass Sie trotzdem satt werden. Sparen sie bei den gehaltvollen Desserts. Probieren Sie, aber eine Schüssel voll Nachtisch muss es eigentlich nicht mehr sein. Sie werden sich anschließend definitiv wohler fühlen und nicht in das sogenannte „Fresskoma“ fallen. Wenn Sie dann noch ein wenig spazieren gehen, tun Sie Ihrem Darm etwas Gutes!

Essen Sie à la carte und möchten dabei ein paar Kalorien sparen, gibt es bereits bei Fleisch und Fisch kalorienärmere Alternativen: Statt Lachs oder Aal könnten Sie Zander oder Scholle wählen, die gerade einmal die Hälfte der Kalorien enthalten. Hähnchen und Pute sind ebenfalls leichter als Schwein oder Rind. Helle Saucen sind meist kalorienreicher als dunkle. 

Beim Kochen:

Am leichtesten kann man natürlich am Fett sparen, weil hier die meisten Kalorien enthalten sind. Sahne ist ein gutes Beispiel, das leicht zu ersetzen ist: es gibt inzwischen eine Menge Alternativprodukte, wie die Kokosmilch. Diese enthält ca. 30 % weniger Fett als Sahne. Bei Saucen können Sie die Sahne auch durch Milch ersetzen und die Sauce anschließend ein wenig mit Stärke andicken. 

Milchprodukte gibt es in verschiedenen Fettgehaltsstufen. In vielen Zubereitungen merkt man keinen Unterschied, ob Milch oder Joghurt mit 3,5 oder 1,5 % Fett verwendet wurde. Bei den Kalorien merkt man diesen Unterscheid allerdings schon!

Der Fettgehalt von Fleisch ist ebenfalls beeinflussbar: Es gibt fettärmeres Rinderhack. Ebenso kann man Salami, die normalerweise ein Drittel Fett enthält, in leichteren Sorten kaufen. Auch bei anderen Wurstsorten sollte man sich fragen: Muss es die fettige Lyoner oder Leberwurst sein oder schmeckt mir auch Kochschinken oder Putenschinken?

Es gibt also viele kleine Stellschrauben, die den Genuss nicht verringern, wohl aber die enthaltenen Kalorien!

Leiden Sie außerdem unter Sodbrennen? Dann sollten Sie das hier lesen!