Hinweis: Dieser Fachartikel stammt vom April 2020, also aus der Anfangszeit der Pandemie. Er gibt den damaligen Wissensstand wieder.
Ein Beitrag von Dipl.-Ing. Jürgen Harder und Dr. med. dent. Wolfgang Kufahl
Für viele Menschen ist der Besuch beim Zahnarzt „Stress pur“, und das nicht nur zu Zeiten von Corona. Doch jetzt kommt zur Angst vor Schmerzen noch die Angst vor einer möglichen Ansteckung hinzu. Ist diese gerechtfertigt?
Zunächst einmal stellt sich die Frage nach den Übertragungswegen. Das Coronavirus wird laut gängiger Expertenmeinung übertragen durch
- Tröpfcheninfektion (1)
- Schmierinfektion (1) (auch Kontaktinfektion genannt)
- Aerosole (1, 2, 6)
Bei der Schmierinfektion werden Krankheitserreger von Mensch zu Mensch oder über Gegenstände weitergegeben. Fasst du z. B. eine mit Erregern besiedelte Türklinke an, können die Keime über die Hände unbemerkt an Mund-, Nasen- oder Augenschleimhäute gelangen. Schleimhäute sind die Eintrittspforten für Viren, Bakterien und Keime aller Art.
Schutz vor Schmierinfektionen
Als Schutz vor Übertragungen durch Kontakte sind folgende Maßnahmen wirksam:
- Vermeide den Kontakt mit Oberflächen wie Türgriffen, Treppengeländern, öffentlichen Touchscreens und Co.
- Persönliche Handhygiene ist oberstes Gebot: häufiges Händewaschen am Tag, besonders nach der Rückkehr vom Einkauf.
- Desinfiziere Handy, Auto- und Wohnungsschlüssel und alle Gegenstände, die du mit eventuell kontaminierten Händen berührt haben könntest.
- Vermeide es in der Öffentlichkeit, Augen, Nase und Mund zu berühren. Das ist allerdings äußerst schwierig, da jeder Mensch sein Gesicht mehrmals pro Stunde berührt. Eine Lösung wäre, das bewusst immer nur mit der einen Hand zu tun und mit der anderen die unvermeidlichen Handlungen durchzuführen.
Die Schmier- oder Kontaktinfektion sollte in einer Zahnarztpraxis zu vernachlässigen sein, nicht aber davor und auf dem Hin- und Rückweg.
In diesem Artikel wollen wir vor allem den Übertragungsweg über die Luft betrachten: die Tröpfcheninfektion.
Wie infiziert man sich über den Luftweg?
Ein Infizierter niest oder hustet. Dabei werden Tröpfchen mit großer Wucht aus Nase und Rachen herausgeschleudert. Das ist ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Das kann man sich vorstellen wie Nebel (das sind feinste Flüssigkeitströpfchen), vermengt mit feinsten Staubpartikeln in der Luft. Sind darin Bakterien, Viren oder Keime enthalten, ist dieses Gemisch potenziell infektiös. Husten erzeugt in der Regel größere Partikel, die sich schnell auf Flächen absetzen. Die Partikelgröße ist jedoch nicht einheitlich: Es entstehen auch kleinere Partikel, die klein genug sind, um lange in der Raumluft zu schweben.
So schützt du dich vor einer Tröpfcheninfektion
Für den „Normalfall“ bedeutet das folgende Maßnahmen:
- einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 m halten
- einen geeigneten Mundschutz bzw. eine Atemschutzmaske tragen; was ein geeigneter Mundschutz ist, wird kontrovers diskutiert (siehe Quellen, 7)
- Menschenansammlungen meiden
- nicht direkt in Richtung des Gegenübers sprechen (beim Sprechen werden kleinere Aerosolpartikel in die Luft geschleudert)
Welche Gefahren lauern auf dem Zahnarztstuhl?
Der Zahnarzt und seine Helfer arbeiten im geöffneten Mund des Patienten. Alle atmen in Richtung Aerosolwolke aus und auch wieder ein.
Während der gesamten Behandlung befinden sich der Zahnarzt oder die Mitarbeiter ca. 30 bis 40 cm vom Gesicht des Patienten entfernt.
Durch die Wasserkühlung hochtouriger Turbinen und Winkelstücke bauen sich Spraynebel und Aerosole (6) auf. Das gilt auch für Ultraschallscaler und Pulver-Wasser-Strahlgeräte bei der professionellen Entfernung von Zahnstein.
Aerosole und Spraynebel: Was ist der Unterschied?
Unter Aerosolen versteht man eine Suspension aus Flüssigkeit und Feststoffpartikeln mit einem Durchmesser bis zu 50 µm in einem gasförmigen Medium, der Luft. Zum Verständnis: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von etwa 70 µm, ein Aerosol ist also deutlich kleiner. Die in der Zahnmedizin erzeugten Aerosole sind teilweise wesentlich kleiner, können mehrere Meter weit getragen und bis zu 30 Minuten in der Raumluft nachgewiesen werden.
Spraynebel hingegen sind Gemische aus Luft, Wasser und Feststoffen mit Partikeln mit einem Durchmesser von 50 µm bis zu mehreren Millimetern.
Der Unterschied ist leicht zu erkennen: Spraynebel ist sichtbar, Aerosole sind unsichtbar und daher besonders tückisch.
Zur Vereinfachung verwenden wir im weiteren Verlauf nur noch den Begriff „Aerosol“ als Oberbegriff.
Aerosole beim Zahnarzt: So lassen sich Patienten und Personal schützen
Werden die wassergeführten zahnärztlichen Behandlungsgeräte in Gang gesetzt, baut sich eine Aerosolwolke auf: ein Gemisch aus Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Pilzen/Hefen, Algen, Protozoen oder Zellkulturen und toxischen Stäuben (2; 8). Speichelsauger ziehen diese tückische Wolke in den Rachen des Patienten. Das Infektionsrisiko für den Patienten, den Behandler und das gesamte Team wird dadurch unberechenbar.
Um das Risiko zu minimieren, braucht es folgende Maßnahmen:
- Die Aerosolwolke muss maximal reduziert bzw. entfernt werden. Eine Hochleistungsabsauganlage mit erhöhtem Saugvolumen reduziert eventuell die Aerosolkontamination des Behandlungsraumes, verstärkt dadurch jedoch die Infektionsgefahr des Patienten signifikant.
- Die Mund- und Rachenschleimhaut muss optimal geschützt werden.
- Die Augenschleimhäute müssen durch eine geeignete Schutzbrille geschützt werden.
- Ebenso braucht es eine abdichtende Nasenmaske, ggf. mit Sauerstoffzufuhr.
Nach den Erfahrungen des Umweltzahnmediziners Dr. Wolfgang Kufahl ist Naturzeolith-MANC® zum Schutz der Mund- und Rachenschleimhäute und zur gleichzeitigen Stärkung des Immunsystems hervorragend geeignet. Nach einer desinfizierenden Mundspülung oder Mund-Ozonbehandlung benetzt man vor der zahnärztlichen Behandlung die Schleimhäute damit. Dadurch werden die auf den Schleimhäuten sedimentierenden Partikel der Aerosole samt der Viren gebunden. Mit der Spülung nach der Behandlung werden diese dann weitestgehend aus dem Mund- und Rachenraum entfernt (1). Wünschenswert wäre laut Dr. Kufahl danach nochmals eine desinfizierende Mundspülung oder Ozonbehandlung und die Empfehlung an den Patienten, in den nächsten Stunden und Tagen zum Schleimhautschutz ein- bis zweistündlich Toxaprevent Halistop zu lutschen. Da während der Behandlung Mikroverletzungen der Mundschleimhaut entstanden sein können, würde das auch eventuellen Intoxikationen oder Infektionen vorbeugen. Mehr von Dr. Kufahl erfährst du im Webinar Ganzheitliche Mundgesundheit.
Zur Reduzierung der toxischen und infektiösen Aerosolwolke ist das langzeiterprobte System Leitfähige Luft® von wellregain air® die optimale Lösung: Die toxischen Aerosole mit allen Inhaltsstoffen werden noch in der Raumluft gebunden und können gezielt abgeführt werden. Die Infektionsgefahr ist dadurch minimiert.
Als Kombination das Optimum: Naturzeolith-MANC® + Leitfähige Luft®.
Raumlufthygiene ist der beste Schutz für Patienten, Ärzte und Ärztinnen sowie das gesamte Personal. Verlängerte Raumlüftungszeiten bringen keinen Erfolg. Konventionelle Luftreinigungssysteme nur mit Partikelfiltern reichen nicht aus, um den Feinstaub zu reduzieren, auf den es ankommt: nämlich die ganz kleinen Partikel. An ihnen haften die Viren. Um diese schon im Raum wirksam zu reduzieren, sind zusätzlich elektrostatische Luftreinigungsverfahren erforderlich.
Empfehlungen aus Wuhan: Handbook of COVID-19 Prevention and Treatment
Der Einsatz elektrostatischer Luftreinigungsverfahren ist eine der vielen Empfehlungen von Prof. Tingbo Liang. In seinem 59-seitigen Handbuch (3) über die Behandlung und Prävention von COVID-19 schreibt er auf Seite 8 unter „2.3 Air Disinfection“: „Plasma air sterilizers can be used and continuously run for air disinfection in an environment with human activity.“ (Plasma-Luftsterilisatoren können zur Luftdesinfektion in einer Umgebung mit menschlicher Aktivität verwendet und kontinuierlich betrieben werden.)
Dazu ist anzumerken, dass es sich bei „Plasma air sterilizers“ um Luftionisierer handelt, die bei der Produktion immer auch gleichzeitig Ozon und Stickoxide erzeugen. Beides sind Luftschadstoffe, die Atemwegserkrankungen eher verstärken und deshalb in der Raum- bzw. Atemluft nicht erhöht vorkommen dürfen.
Es gilt: Luftionisation bitte ohne schädliche Nebenprodukte wie Ozon und Stickoxide.
Das System Leitfähige Luft® von wellregain air® ist weltweit das einzige, das bei der Produktion der Luftionen kein Ozon und keine Stickoxide (nachweislich 0 %) erzeugt.
Kannst du in Corona- oder Grippezeiten überhaupt zum Zahnarzt gehen?
In Zeiten hochinfektiöser Viruserkrankungen wie der jetzigen Coronakrise oder in Grippezeiten ist die Gefahr, sich anzustecken, überall erhöht. Daher ist es zunächst wichtig, das eigene Verhalten zu ändern. Dazu solltest du die bisher genannten Schutzmaßnahmen unbedingt einhalten. Das Infektionsrisiko ist erfahrungsgemäß überall dort erhöht, wo sich viele Menschen aufhalten, etwa in Supermärkten oder in Arzt- und Zahnarztpraxen. Ja, du kannst auch in Corona-Zeiten zum Zahnarzt gehen. Aber auch hier gilt: nur, wenn es unbedingt sein muss! Nicht zwingend notwendige Behandlungen solltest du bei allen Ärzten auf die Zeit nach Corona verschieben, das gilt auch für Operationen im Krankenhaus. So schützt du dich selbst und auch Behandler und Personal. Den Schleimhautschutz kannst du selbst übernehmen. Über eine Risikominimierung bei den Aerosolen solltest du mit deinem Zahnarzt sprechen.
Leitfähige Luft® sollte möglichst in allen Zahnarztpraxen als vorbeugende Maßnahme für zukünftige Erkältungs- und Grippewellen und auch eventuelle Pandemien zum Schutz aller eingesetzt werden.
Was ist Leitfähige Luft®?
Leitfähige Luft® ist Luft mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit, wie sie in der Natur vorkommt, also mit einer hohen Luftionenkonzentration. Sie bewirkt, dass luftgetragene Schadstoffe wie Stäube, Pollen, Keime, Sporen, Bakterien und Viren noch in der Raumluft gebunden und so der Atemluft entzogen werden. Ein solches System ist seit über drei Jahren in der Intensivpflege des Kantonsspitals Luzern im Einsatz. Neben einer umfassenden Klimatisierung und einer Luftreinigung mit H13-Filtern im Raum erzeugt es auch Kleinionen in naturnaher Konzentration. Wiederholte Messungen zeigen, dass der Feinstaubgehalt der Fraktion PM2.5 bei 0,5 µg/m³ liegt, selbst bei hoher Raumnutzung und ohne die Möglichkeit, ein Fenster zu öffnen. Das sind nur 5 % des von der WHO angegebenen minimalen Richtwertes.
Das belegt, dass das System Leitfähige Luft® von wellregain air® die Trägerpartikel für Viren massiv reduziert und somit auch das Infektionsrisiko über den Luftweg!
Kompakt, mobil und vielseitig einsetzbar
In Warte- und Behandlungszimmern für hochinfektiöse Patienten sowie bei Kieferchirurgen in Operationsräumen ist Personenschutz oberstes Gebot. Für diese Fälle hat wellregain air® ein mobiles Gerät entwickelt: steckerfertig, leicht zu transportieren und aufzustellen.
Dadurch können medizinische Abteilungen schnell und kostengünstig auf plötzlich auftretende Anforderungen reagieren. Auch außerhalb klinischer Einrichtungen, etwa in Arztpraxen und Notaufnahmen, bieten diese Systeme einen hohen Schutz für Personal und Patienten: Sie senken die Ansteckungsgefahr signifikant.
Für Büro und private Haushalte
Für Büros, Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, also für alle häuslichen Anwendungsfälle, sind in wenigen Wochen Geräte verfügbar, die alle Vorteile des Systems Leitfähige Luft® in sich vereinen. Mehr Informationen findest du auf wellregain.com.
Quellen:
- Robert Koch-Institut: Steckbrief zu COVID-19
- Wolfgang Kufahl, Karl Hecht: Mundgesundheit. Durch Naturzeolith zur ganzheitlichen Mundgesundheit
- Handbook of COVID-19 Prevention and Treatment
- New England Journal of Medicine (2020): Aerosol and Surface Stability of SARS-CoV-2
- Science Media Centre: Expert reaction
- pnc-aktuell: Aerosol in der zahnärztlichen Prophylaxe
- Berliner Morgenpost: Mundschutz, Atemmasken, FFP-Masken und Merkur: Drosten zu Schutzmasken
- wellregain: News