Es gibt Stoffe, von denen hat man noch nie gehört und ist dann erstaunt, wie wichtig sie für den Körper sind. Glutathion ist möglicherweise einer davon. Es ist essenziell für uns, das bedeutet, dass wir ohne diesen Stoff nicht leben können. Das Gute: Unser Körper kann ihn mit den richtigen Bausteinen selbst herstellen.
Was ist Glutathion?
Glutathion ist ein Peptid (sozusagen ein „kleines Protein“), das aus 3 Aminosäuren aufgebaut ist: Glutaminsäure, Cystein und Glycin. Es wird in der Leber hergestellt und teilweise auch gespeichert. Auch in roten Blutkörperchen und Immunzellen findet man es vermehrt. „Reduziertes Glutathion“ ist eine für uns besonders wichtige Variante.
Welche Bedeutung hat Glutathion für unseren Körper?
Es wirkt in den Zellen als starkes körpereigenes Antioxidans. Außerdem trägt es dazu bei, das Redoxgleichgewicht aufrechtzuerhalten, oxidativen Stress zu verringern, die Entgiftung im Stoffwechsel zu verbessern und die Funktion des Immunsystems zu regulieren.
Ein Mangel an Glutathion in den Zellen und damit ein mögliches Gesundheitsrisiko liegt oft bei diesen Vorerkrankungen vor: Krebs, Lebererkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Multiple Sklerose, Parkinson. Auch mit zunehmendem Alter nimmt der Glutathionspiegel ab. Er lässt sich aber wieder auffüllen!
Paracetamol senkt ebenfalls den Glutathionspiegel in den Zellen, da Paracetamol mit Hilfe des Peptids entgiftet wird.
Kannst du Glutathion als Nahrungsergänzung einnehmen?
Ja, das geht. Obwohl dieses Peptid von Enzymen in unserem Verdauungstrakt wieder aufgespalten wird, zeigen zwei Studien, dass die zusätzliche Aufnahme hilft, den Speicher wieder aufzufüllen.
Trotzdem gilt: Bevor du irgendetwas bestellst und einnimmst, lass deinen Arzt oder Therapeuten mit einer entsprechenden Untersuchung prüfen, ob ein Mangel vorliegt. Wichtig ist dann auch herauszufinden, welche Ursache dieser Mangel hat, ob z. B. eine unentdeckte chronische Erkrankung dahintersteckt. Aber auch schon bei einer Entzündung wie einer Erkältung sinkt die Menge an Glutathion im Körper.
Welche Lebensmittel enthalten Glutathion?
Spargelröllchen! Das mag im ersten Moment klingen, als wollten wir dich veralbern. Dem ist aber nicht so. Denn Spargel und Schweineschinken enthalten große Mengen an bereits zusammengebautem Glutathion. (Idealerweise natürlich ohne Sauce hollandaise …) Avocados und Walnüsse enthalten ebenfalls nennenswerte Mengen, außerdem mageres Schweinefleisch oder Hähnchenbrust.
Sinnvoll ist es auch, einfach die Bausteine des Peptids zu sich zu nehmen: Glutaminsäure, Cystein und Glycin.
- Glutaminsäure tut auch dem Darm gut und ist in Schinken, Vollmilch, Geflügel und Eiern enthalten.
- Cystein kommt in vielen Lebensmitteln vor: Sojabohnen, Nüsse, Dinkel, Schweinefleisch und Fisch.
- Glycin findet man in Rind- und Schweinefleisch, Haferflocken, Erdnüssen, Bohnen, Linsen und vielen Fischsorten.
Aber auch Magnesium und Selen spielen bei der Bildung von Glutathion eine Rolle: Sie sind in der Leber daran beteiligt, und ohne sie ist die Herstellung nicht möglich. Daher solltest du auch diese Werte kontrollieren lassen.
Eine Ernährungsberatung kann Licht ins Dunkel bringen und dir gesunde und leckere Kombinationen von Lebensmitteln zeigen. Denn nur auf einen Nährstoff zu achten, ist selten sinnvoll, es kommt immer auf die Kombination an. Wie die Leber entgiftet, erfährst du im Webinar Leber entgiften.
Quellen: