Die Leber und ihre zahlreichen Aufgaben

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Leber
Adobe Stock, natali_mis
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„Ist dir eine Laus…

über die Leber gelaufen?“, „Frei von der Leber weg reden“ oder „Bitter dem Mund, der Leber gesund“. Sprichwörter über das bräunliche Organ gibt es viele und alle haben einen gewissen Wahrheitsgehalt. Besonders aber zeigen sie, wie wichtig es für unseren Körper und unser seelisches Wohlbefinden ist.

Zum deutschen Tag der Leber am 20.11. haben wir uns deren Aufgaben und Funktion mal ganz genau angeschaut. Diese sind nämlich so zahlreich, dass man sich fragt, wie man dieses wichtige Organ am besten pflegen kann.

Die Leber als zentrales Stoffwechsel-Organ

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan, weil sie alle drei Makronährstoffe verstoffwechseln kann. 

Kohlenhydrat-Stoffwechsel: Die Leber hat den wichtigsten Vorrat an Kohlenhydraten. Hier ist so viel Glukose gespeichert, dass der Körper einen ganzen Tag ohne jegliche Nahrungsaufnahme wie bisher funktionieren kann. Ist dieser Speicher aufgebraucht, ist sie sogar in der Lage, z. B. aus bestimmten Eiweißen Glukose neu zu bilden. Zusätzlich ist sie das einzige Organ, das Fruktose (Fruchtzucker) und Galaktose (aus Laktose) in die für uns wichtige Glukose umwandeln kann. 

Eiweiß-Stoffwechsel: Auch hier ist die Leber lebenswichtig. Sie stellt Eiweiße für das Blut her und für die Blutgerinnung. Außerdem fällt beim Eiweiß-Stoffwechsel eine Menge Ammoniak an. Diesen wandelt sie in Harnstoff um, der über den Urin ausgeschieden wird. Würde sie dies nicht tun, wären wir schnell durch das Ammoniak vergiftet. 

Fett-Stoffwechsel: Die Leber kann auch Fette speichern. Von diesen kann der Körper zehren, wenn er keine Alternativen hat. 

Die Leber als Entgiftungs- und Ausscheidungsorgan

Weil alle Stoffe, die über Magen und Darm aufgenommen werden, als erstes über die Blutbahn zur Leber gelangen, ist sie auch das zentrale „Filter-Organ“. Dies betrifft auch Arzneien, die zum großen Teil schon abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. 

Das Filter-Organ scheidet Giftstoffe auf zwei Wegen aus: Über den Urin und über den Stuhl. 

Ausscheidung über die Niere: Diesen Weg gehen Stoffe, die wasserlöslich sind, häufig sind dies Medikamente oder deren Abbauprodukte. 

Ausscheidung über den Stuhl: Stoffe, die nicht oder schlecht wasserlöslich sind, werden in der Gallenflüssigkeit gebunden. Darüber gelangen sie in den Darm und werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Zu diesen Stoffen gehören Arzneien mit großen Molekülen, wie z. B. Antibiotika, Cortison und Arzneien zur Behandlung von Herzinsuffizienz. 

„Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.“

Nun wird deutlich, warum es so wichtig ist, dass dieses Entigftungs-Organ entlastet wird, bevor Reiz- und Schadstoffe zu ihr gelangen. Sie hat ohnehin schon eine Menge Aufgaben. Durch zusätzliche Belastung kann sie nicht mehr alle Aufgaben optimal bewältigen. 

Diese Überlastung merkt man allerdings zunächst nicht, denn von der Leber gehen keine Schmerzen aus. Stattdessen gelangen Stoffe in den Körper, die dort eigentlich nicht hingehören. Die Leber kann ihren Stoffwechsel- und Entgiftungs-Aufgaben nicht mehr in vollem Umfang nachkommen und weniger Energie steht bereit: Es fehlt Kraft und man wird müde. 

Wie kann man die Leber entlasten?

Eine wichtige Maßnahme ist natürlich, gesund zu leben. Dazu zählt, wenig oder keinen Alkohol zu sich zu nehmen und Nikotin zu vermeiden. Auch auf die Medikamenteneinnahme zu achten und zu reduzieren, wo es möglich ist, entlastet die Leber. Für natürliche Alternativen zu Schmerzmitteln klicken Sie hier.

Gesundes Essen und Bewegung ist ebenfalls ein Segen für das zentrale Organ. Aber nicht selten ist auch frisches Obst und Gemüse mit Schadstoffen belastet. Auch die Luft, die wir atmen, ist nicht mehr frei von Schadstoffen. 

Um Schadstoffe zu binden und ohne Belastung der Leber aus dem Körper zu bringen, eignen sich Produkte aus Bentonit, Heilerde oder Zeolith, wie der Naturstoff MANC. Informationen darüber finden Sie hier.

Quellen:

Pschyrembel (2017): Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage; Berlin/Boston

Jürgens, Klaus D. und Huch, Renate (2015): Mensch, Körper, Krankheit; München