Draußen ist es kalt und ungemütlich. Du freust dich schon auf gemütliche Stunden zu Hause mit einem Heißgetränk, vielleicht sogar am Kamin. Oder du hast gerade sehr viel im Job zu tun und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Stattdessen liegst du mit laufender Nase im Bett und wünschst dir nichts sehnlicher, als dass es schnell vorbeigeht!
Diese umgangssprachlich „Grippe“ genannte Krankheit ist häufig keine Grippe, sondern ein grippaler Infekt, also eine Erkältung. Ein grippaler Infekt verläuft deutlich milder als eine echte Grippe, die oft plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Mehr dazu liest du im Artikel Was ist eine Erkältung?.
Symptome und Ansteckungsgefahr bei einer Erkältung
Ein grippaler Infekt beginnt meist schleichend. Manchmal spürst du schon Tage vorher, dass du etwas „ausbrütest“. Dann beginnt die Nase zu laufen, manchmal tränen die Augen, du fühlst dich schlapp. Möglicherweise bekommst du Husten, der Hals ist rau und tut weh, und bei manchen Menschen schmerzen auch die Ohren. Nach einer Woche ist der Spuk aber häufig schon vorbei.
Hält sich der grippale Infekt deutlich länger oder kommt er immer wieder, solltest du abklären lassen, ob nicht doch eher eine Allergie vorliegt.
Ansteckungsgefahr herrscht überall, wo sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen übertragen sich Erkältungen leicht. Man steckt sich durch Tröpfcheninfektion an. Wenn also jemand neben dir hustet oder niest, könnte es schon passiert sein. Auch wenn jemand in die Hand hustet oder niest und danach einen Griff anfasst, kann das bereits ein Übertragungsweg sein.
So kannst du einer Erkältung vorbeugen
Vorbeugen kannst du also, indem du dir nach der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch im Flugzeug die Hände wäschst. Vielleicht ist auch das Fahrrad eine Alternative zu Bus und Bahn. Im Flugzeug und auf Bahnreisen empfiehlt es sich, eine dünne Jacke zusätzlich dabeizuhaben, denn die Klimaanlagen sind manchmal zu kalt eingestellt. Durch die trockene Luft können sie außerdem deine Schleimhäute schwächen.
Ein gesunder Lebensstil ist in vielen Fällen die beste Maßnahme, um Krankheiten vorzubeugen. Rauchen und Alkohol schwächen das Immunsystem. Iss Gemüse und Obst. Ihre Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe stärken dein Immunsystem, deine Verdauung und damit deinen Darm. Das ist wichtig, weil sich in der Darmschleimhaut ein großer Teil der Immunzellen befindet. Mehr über das Immunsystem erfährst du im Artikel Immunsystem stärken und gesund bleiben.
Was hilft, wenn es dich doch erwischt hat?
Dann heißt es: schonen! Bleib im Bett oder auf dem Sofa. Erhol dich. Trink viel. Thymian- oder Pfefferminztee sind die besseren Alternativen zu kalten Getränken. Mit Pfefferminzöl kannst du wieder besser durchatmen, und es kann auch bei Kopfschmerzen helfen. Warum du mit Schmerzmitteln vorsichtig sein solltest, liest du im Artikel Schmerzmittel sollen Warnhinweis erhalten.
Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass du aus dem Haus musst, achte darauf, niemanden anzustecken. Wasch dir oft die Hände. Entsorg gebrauchte Taschentücher. Nies oder huste nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge. Ein rücksichtsvolles Miteinander ist auch bei ansteckenden Krankheiten sehr wichtig.
Wichtig: Geh nicht mit einem grippalen Infekt zur Arbeit! Du bist ohnehin nicht leistungsfähig und steckst womöglich andere an, die dann ebenfalls fehlen. Außerdem dauert die Erkältung sogar länger, als wenn du sie auskurierst. Was du über die Grippeimpfung wissen solltest, liest du im Artikel Grippeimpfung: Wie wirksam ist sie wirklich?.