Fieber – äußerst sinnvolles Symptom!

163
Fieber
Bildquelle: Alexander Raths, Adobe Stock
Anzeige

Fühlen Sie sich schlapp?

Alles tut weh? Sie frieren und haben Schüttelfrost, aber dennoch ist der Körper heiß?

Dann haben Sie vermutlich Fieber. Die Ursachen für Fieber können allerdings vielfältig sein: von Erkältungskrankheiten bis zu ernsteren Infektionen. 

Wozu bekommt man Fieber?

Fieber ist ein sehr sinnvolles Abwehr-Symptom. Durch die erhöhte Temperatur kommen Abwehrvorgänge im Körper schneller in Gang. Auslöser des Fiebers sind Stoffe, die die Bakterien freisetzen. 

Als erstes Symptom bei Fieber bekommt man Schüttelfrost. Durch das Zittern der Muskeln wird die Körpertemperatur so lange erhöht, bis die ideale Temperatur erreicht wird. Ist sie erreicht, bleibt sie eine gewisse Zeit auf diesem Niveau (Plateauphase). Ist die Infektion bekämpft, senkt der Körper die Temperatur, indem sich die Gefäße erweitern und der Körper zu schwitzen beginnt. 

Hinweis: Durch die erhöhte Temperatur und das Schwitzen benötigt der Körper zusätzliche Flüssigkeit!

Fieberstufen:

  • von 37,4 bis 38 °C: erhöhte Temperatur
  • bis 39 °C: Fieber
  • bis 40 °C: hohes Fieber
  • ab 40 °C: gefährliches Fieber

Ab wann muss man etwas unternehmen?

Körpereigene Eiweiße verändern sich ab 41,4 °C. Daher ist Fieber ab 40 °C gefährlich für den Erkrankten. Spätestens dann sollten Sie sich professionelle Hilfe holen. Bei Herzkranken und anderen Gefährdungen sollten Sie bereits früher reagieren. 

Hält das Fieber länger an, sollten Sie ebenfalls Rat einholen, damit die Ursache und entsprechende Behandlung geklärt werden kann. 

Wadenwickel – wann und wie anlegen?

Wadenwickel sollten erst angewendet werden, wenn der Erkrankte bereits schwitzt. Werden sie früher angelegt, kämpft der Köper gegen die Abkühlung an. 

Die Temperatur der Wadenwickel sollte nur wenige Grad unter der des Patienten liegen. Ansonsten verengen sich die Gefäße und die Wärme bleibt im Körper. Sie sollten ca. 1 Stunde lang alle 10 Minuten gewechselt werden. Die Körpertemperatur sollte nach dieser Stunde nicht mehr als 1-2 °C gesunken sein.

Quelle: Jürgens, Klaus D. und Huch, Renate (2015): Mensch, Körper, Krankheit; München