Mund & Zähne

Zahnstein: Auslöser zahlreicher Zahnerkrankungen

Annette Karmann ·

aktualisiert am 6. November 2026

Zahnstein entfernen beim Zahnarzt

Jeder Erwachsene, der regelmäßig zum Zahnarzt geht, kennt das: Als Erstes entfernt der Zahnarzt den Zahnstein. Das ist meist schmerzlos und geht auch schnell. Auch wenn es manchmal so wirkt, als sei das eine Standardleistung: Zahnstein zu entfernen ist sehr wichtig für die Mund- und Zahngesundheit und für den Zahnerhalt!

Was ist Zahnstein?

Im Mund leben Bakterien, häufig gesunde Bakterien, aber auch ein paar schädliche, z. B. die kariesverursachende Bakterienart Streptococcus mutans. Sie bilden zusammen mit Nahrungsresten im Mund einen Biofilm: Plaque. Putzt man ihn nicht regelmäßig weg, bildet sich zusammen mit den Mineralien aus dem Speichel Zahnstein. Man könnte also sagen: Zahnstein ist mineralisierter, versteinerter Zahnbelag.

Es wundert nicht, dass er besonders häufig dort auftritt, wo Speicheldrüsen in den Mund münden, z. B. an der Innenseite der unteren Schneidezähne.

Durch Nahrungsbestandteile, beispielsweise aus Kaffee, Tee oder Tabak, verfärbt sich Zahnstein dunkel.

Welche Krankheiten kann Zahnstein verursachen?

Lässt du Zahnstein nicht regelmäßig entfernen, können verschiedene Erkrankungen entstehen. Da sich Zahnstein nicht nur im sichtbaren Bereich oberhalb des Zahnfleischs befindet, sondern auch darunter, können sich dort schädliche Bakterien ansiedeln. Sie vermehren sich und reizen das Zahnfleisch. Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen können entstehen bis hin zur Parodontitis. Hält sie länger an, wird der Zahnhalteapparat geschwächt, und im schlimmsten Fall kann es zu Zahnverlust kommen.

Weil sich schädliche Bakterien ansiedeln können, kommt es auch häufiger zu Karies. Auch Mundgeruch (Halitosis) kann so entstehen.

Wie kannst du Zahnstein vorbeugen?

Häufiges und gründliches Zähneputzen mit einer leicht abrasiven Naturzahncreme wie DENTURA MED® trägt die Vorstufe, die Plaque, von den Zähnen ab. Mehr zur Zahncreme liest du im Artikel Naturzahncreme Dentura Med Sensitiv. Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen sind unerlässlich für die Zahnzwischenräume, in denen sich ebenfalls häufig Plaque bildet. Auf Kaffee oder Tee zu verzichten, reduziert dagegen keinen Zahnbelag. Es verhindert nur, dass er sich verfärbt.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Kohlenhydratreiche und ballaststoffarme Lebensmittel fördern Plaque und damit auch Zahnstein. Iss viel Gemüse, das Ballaststoffe enthält und deine Zähne so schon beim Kauen „putzt“. Auch Vollkornprodukte, die du gut durchkauen musst, wirken unterstützend. Mehr über ganzheitliche Zahnpflege erfährst du im Webinar Ganzheitliche Mundgesundheit.

Wichtig: Versuch nicht, Zahnstein selbst zu entfernen. Du könntest dein Zahnfleisch schwer verletzen. Lass das immer von deinem Zahnarzt machen.

Quellen:

  • Wolfgang Kufahl, Karl Hecht: Mundgesundheit. Durch Naturzeolith zur ganzheitlichen Mundgesundheit
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