Entgiftung & Umwelt

Wie gefährlich sind PFAS für unsere Kinder?

Annette Karmann ·

aktualisiert am 6. November 2026

PFAS in beschichteter Pfanne und Coffee-to-go-Becher

Nicht nur Umweltgifte wie Schwermetalle, Pestizide und Radionuklide belasten uns und die Umwelt seit einigen Jahrzehnten zunehmend. Auch andere Gifte wie BPA (Bisphenol A) aus Kunststoffen und weitere Weichmacher nehmen wir in unseren Körper auf. Sie beeinflussen dort den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt.

Von 2014 bis 2017 hat das Umweltbundesamt die 5. Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Mit ernüchternden Ergebnissen.

Welche Ziele hatte die Studie?

An der Studie nahmen 2.500 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren und ihre Eltern bzw. Sorgeberechtigten teil.

Untersucht wurden die Belastung mit Schadstoffen, in Wohnräumen und im Trinkwasser sowie die Lärmbelastung.

Das Umweltbundesamt nennt als Ziele:

  • bevölkerungsbezogene Daten zur Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland mit Umweltschadstoffen
  • Referenzwerte ableiten, die das Ausmaß der Belastung von Kindern und Jugendlichen mit Umweltschadstoffen beschreiben
  • Ergebnisse sind Voraussetzung, um frühzeitig Warnhinweise auf gesundheitliche Auswirkungen geben zu können
  • Ergebnisse dienen der Identifizierung von Trends und deren Veränderungen, auch der Analyse von bisher gängigen oder möglichen Interventionen
  • Daten erlauben ferner, besonders belastete Gruppen zu identifizieren und Belastungsquellen und Expositionspfade aufzuzeigen

Was die Studie zu PFAS zeigt

Zunächst etwas Theoretisches, aber Wichtiges:

Im Fokus dieser Auswertung stand die Stoffgruppe PFAS (industriell hergestellte Stoffe, die nicht natürlich vorkommen) und hier vor allem die beiden Stoffe PFOS (Perfluoroktansulfonsäure) und PFOA (Perfluoroktansäure). In einem Fünftel der untersuchten Proben lag die Konzentration von PFOA über dem HBM-I-Wert, den die Kommission Human-Biomonitoring festgelegt hat. Erst unterhalb des HBM-I-Wertes ist nach aktuellem Kenntnisstand eine gesundheitliche Beeinträchtigung auszuschließen. 0,2 % der Kinder und Jugendlichen hatten sogar Werte über dem HBM-II-Wert. Dieser Wert beschreibt die Menge, ab der nach heutigem Kenntnisstand eine relevante gesundheitliche Beeinträchtigung möglich ist. Das betrifft jedes 500. Kind bzw. jeden 500. Jugendlichen in Deutschland.

PFAS reichern sich vor allem im Blut und in der Leber an, wo sie sich an Eiweiße binden. Sie können sogar über die Muttermilch von der Mutter auf das Kind übergehen. Gestillte Kinder haben einen deutlich höheren PFAS-Gehalt im Blut.

Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich die Menge im Körper um die Hälfte reduziert, beträgt bei PFAS 4 bis 6 Jahre. Das gilt aber nur, wenn man in dieser Zeit keine weiteren PFAS aufnimmt.

Auswirkungen von PFAS auf den Körper: gekommen, um zu bleiben?

PFAS sind sehr langlebige Stoffe und gelten als besorgniserregend. In Tierversuchen konnte man nachweisen, dass PFOA und PFOS die Leber schädigen. Außerdem sind sie entwicklungstoxisch, das heißt, sie können das Wachstum und die Entwicklung eines Organismus schädigen, und vermutlich krebserzeugend. Zusätzlich beeinträchtigen sie den Fettstoffwechsel, die Funktion der Schilddrüse und des Immunsystems.

PFAS wurden bereits in der Antarktis nachgewiesen. Sie verbreiten sich über die Luft und das Wasser.

Worin sind PFAS enthalten?

In vielen Gegenständen, die wasser- oder fettabweisend sind. Dazu zählen oft die klassische Teflonbeschichtung von Pfannen, außerdem Backpapier, Verpackungen in Fast-Food-Restaurants, Papp-(Kaffee-)becher und Hochglanzpapier. Wasserabweisende Kleidung enthält ebenfalls oft PFAS, laut Umweltprobenbank auch das Material Gore-Tex® und einige Imprägniersprays. Wasserabweisende Beschichtungen von Fliesen, Holz und Stein, schmutzabweisende Teppiche oder Vorhänge sowie Wachse, Kabelisolierungen, Industriereiniger und Schaumlöschmittel gehören ebenfalls zu den Produkten mit PFOA bzw. PFOS.

Allerdings: Seit 2002 haben alle deutschen Chemieunternehmen die Produktion von PFOS eingestellt. Seit Juli 2020 sind Herstellung, Verwendung und Inverkehrbringen von PFOA in der EU verboten, mit einigen Ausnahmen.

Wie bekommst du PFAS aus deinem Körper und aus dem deiner Kinder?

Vermeide, so weit es geht, die oben genannten Gegenstände und Materialien. Verwende lieber Behälter aus Porzellan, Ton oder Edelstahl statt aus Plastik, Alu oder Pappe. Vielleicht muss es auch nicht der Wildlederschuh sein, der imprägniert werden muss, um im Herbst wasserdicht zu sein. Statt Backpapier und Antihaftbeschichtungen kannst du guss- oder schmiedeeiserne Formen und Pfannen verwenden. Diese solltest du dann aber einfetten.

Da PFAS an Oberflächen adsorbieren, sich also daran heften, versucht man, sie mit Aktivkohlefiltern aus dem Grundwasser zu entfernen. Auch über Ionenaustausch, Nanofiltration oder Umkehrosmose soll das möglich sein. Aus dem Boden lassen sie sich nur mit hohen Temperaturen entfernen. Das hat aber zur Folge, dass der Boden unfruchtbar wird und nur noch als Füllstoff dienen kann.

PFAS werden teilweise verstoffwechselt und im Körper gespeichert. Die höchsten Konzentrationen finden sich dabei in einem unserer wichtigsten Entgiftungsorgane: der Leber. Entlaste deine Leber, indem du Genussmittel wie Alkohol meidest. Auch zu viel Zucker, vor allem Fruktose, belastet die Leber und führt im Übermaß zu einer Fettleber, die nur noch sehr eingeschränkt arbeiten kann. Achte bei Fisch auf die Herkunft, Thunfisch z. B. kann beachtliche Mengen Schwermetalle enthalten, die die Leber dann entgiften muss.

Beachte: Die Leber entgiftet über die Gallensäfte in den Darm. Ein Teil davon wird über den Darm wieder in den Blutkreislauf aufgenommen. Es entsteht ein Kreislauf, in dem belastende Stoffe im Körper verbleiben. Unterbrich diesen Kreislauf, indem du deinem Körper eine Möglichkeit gibst, Schwermetalle und andere Reiz- und Schadstoffe über den Stuhl auszuscheiden. So können sie nicht zurück in den Blutkreislauf und damit in die Leber gelangen.

Dabei kann dir TOXAPREVENT® MEDI helfen. Es enthält den Naturzeolith MANC®, der diese schädlichen Stoffe an sich bindet. Er wird dabei nicht in den Blutkreislauf aufgenommen und bringt die gebundenen „Gifte“ wie Blei, Quecksilber oder Aluminium über den Stuhl aus dem Körper. Ein Weg, deine Leber merklich zu entlasten.

Außerdem wird ein Teil auch über den Urin ausgeschieden. Es kann also auch sinnvoll sein, die Nieren generell zu entlasten und viel zu trinken. Da aber auch das Trinkwasser PFAS enthalten kann, solltest du es nur gefiltert trinken. Wie Umweltgifte den Körper belasten, erfährst du im Webinar Umweltverschmutzungskrankheiten.

Quellen:

Inhaltsverzeichnis

TEILEN

Froximun Medi Pure

TOXAPREVENT MEDI PURE

Natürliche Entgiftung und Stärkung der Darmwand

Reinstes MANC bindet im Darmraum sicherReizstoffe und Schadstoffe vor der Aufnahme in den Blutkreislauf. Die vegane Kapsel stärkt die Darmwandbarriere, entlastet Leber sowie Nieren und schafft eine gesunde Basis für die natürliche Darmflora.

MEDI PURE im Shop entdecken

Passende Beiträge