Schnelle Hilfe bei Sodbrennen

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Sodbrennen
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Sodbrennen…

ist eine der großen Volkskrankheiten der westlichen Welt. In den meisten Fällen tritt sie nur kurzfristig auf und muss nicht behandelt werden. Werden die Symptome aber chronisch, sollte man sich Hilfe suchen. Wir informieren über Symptome, deren Ursachen, Hausmittel und Wirkstoffe, die Ihnen bei Sodbrennen helfen können.

Symptome von Sodbrennen

  • saures Aufstoßen
  • Druck im Oberbauch
  • Brennen der Speiseröhre hinter dem Brustbein
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • häufiges Räuspern
  • Übelkeit

Ursachen von Sodbrennen

Häufig treten die Symptome nach Mahlzeiten auf. Dann gelangt Speisebrei, der bereits mit der Magensäure vermischt ist, in die Speiseröhre. Passiert dies nur äußerst selten, merken Sie davon glücklicherweise meist nichts. Passiert es aber öfter, reagiert die Speiseröhre gereizt, denn sie hat keinen Schutz vor der aggressiven Magensäure. 

Der Reflux (Rückfluss) des Speisebreis kann verschiedene Ursachen haben: Häufig ist fettiges oder zuckerhaltiges Essen der Grund dafür. Oder auch einfach, dass man zu viel gegessen hat. 

Häufig klagen auch Schwangere über diese Beschwerden, da das Volumen der Gebärmutter von unten gegen den Magen drückt. 

Aber auch Nikotin, Kaffee und Alkohol können Auslöser sein. Besonders Alkohol lässt den Verschlussmechanismus der unteren Speiseröhre erschlaffen. So gelangt Magensäure in die Speiseröhre. 

Unterschätzen sollte man auch nicht die Folgen von Übergewicht. Das Fettgewebe, das sich zwischen den Organen befindet, übt ebenfalls großen Druck auf den Magen aus.

Hausmittel, die bei akutem Sodbrennen helfen können

Wenn Sie nur selten sauer aufstoßen, können Ihnen vielleicht schon folgende Hausmittel helfen:

  • Trinken Sie lauwarmes, stilles Wasser in kleinen Schlücken. Auch abgekühlter Kräutertee (Fenchel, Anis, Kümmel) kann getrunken werden. 
  • Legen Sie sich nicht hin, sondern sitzen Sie aufrecht, eventuell etwas nach links gebeugt. So kann vorhandene Luft besser aus dem Magen entweichen.
  • Wenn das Sodbrennen nicht daran liegt, dass Sie zu viel gegessen haben, können folgende Lebensmittel Abhilfe bei Sodbrennen schaffen: Bananen, Gurke mit Schale, aber auch kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Zwieback, trockenes Brot (kein Sauerteig), Reis, Reiswaffeln oder Kartoffeln. 
  • Milch oder Cola gehören nicht zu den Getränken, die Sie bei Sodbrennen zu sich nehmen sollten.
  • Ebenfalls sollten Sie eiweiß- oder fettreiche sowie scharf gewürzte Mahlzeiten vermeiden, diese fördern die Produktion von Magensäure.

Hilfe aus der Apotheke

Antazida (lat.: anti = gegen; acidus = sauer) bestehen meist aus Aluminium-, Magnesium- oder Calcium-Salzen, z. B. Magnesiumcarbonat oder -stearat . Diese machen die Magensäure weniger sauer. So kann sie die Speiseröhre nicht so stark angreifen. Hinweis: Antazida sollten nicht zum Essen dazu genommen, sondern mit einem Abstand von mind. 2 Stunden. Das kommt daher, weil „weniger Magensäure“ auch bedeutet, dass die Nahrung nicht so verdaut wird, wie sie es eigentlich werden sollte. 

Arzneien mit Alginaten bilden nach Kontakt mit Magensäure eine gelartige Struktur. Diese legt sich auf den Speisebrei und schirmt so die Speiseröhre vor der Magensäure ab.

„Protonenpumpenhemmer“ klingen zunächst nicht nach einem Arzneimittel, sondern nach etwas aus dem Sanitärbereich. Sie hemmen die Produktion von Magensäure in den entsprechenden Zellen der Magenschleimhaut. Auch wenn diese Arzneien frei verkäuflich sind, sollten Sie sie nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt einnehmen.

Hinweis: Halten die Symptome über längere Zeit an oder verschlimmern Sie sich, sprechen Sie mit einem Arzt oder Therapeuten darüber.  Apotheker berichten, dass Medizinprodukte mit dem Wirkstoff MANC (Naturklinoptilolith Zeolith) ebenfalls einen sehr schnellen, positiven Effekt aufweisen. Dabei wurden die Produkte unmittelbar nach dem Auftreten von Sodbrennen angewendet.

Die möglichen Folgekrankheiten von chronischem Sodbrennen sind äußerst ernst zu nehmen.

Informieren Sie sich online und offline:

Quellen:

Pschyrembel (2017): Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage; Berlin/Boston

Jürgens, Klaus D. und Huch, Renate (2015): Mensch, Körper, Krankheit; München