Was tun bei einer Erkältung?

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Erkaeltung
Adobe Stock, Rido
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Draußen ist es kalt…

und ungemütlich. Sie freuen sich bereits auf gemütliche Stunden zu Hause mit einem Heißgetränk, vielleicht sogar am Kamin. Möglicherweise haben Sie aber auch gerade sehr viel im Job zu tun und wissen gar nicht, wo Sie anfangen sollen? Stattdessen liegen Sie mit laufender Nase im Bett und wünschen sich nichts sehnlicher, als dass es schnell vorbei geht!

Diese umgangssprachlich genannte Grippe ist häufig keine Grippe, sondern ein grippaler Infekt. Was so viel bedeutet wie „Erkältung“. Der Verlauf eines grippalen Infekts ist dabei deutlich milder als eine echte Grippe, die oft plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht.

Symptome und Ansteckungsgefahren

Ein grippaler Infekt äußert sich meist schleichend. Man spürt manchmal bereits Tage vor Ausbruch, dass man etwas „ausbrütet“. Dann beginnt die Nase an zu laufen, manchmal tränen die Augen, man fühlt sich schlapp. Möglicherweise bekommt man Husten, der Hals ist rau und tut weh, und bei manchen Menschen schmerzen auch die Ohren. Nach einer Woche ist häufig der Spuk aber auch schon vorbei. 

Hält sich der grippale Infekt deutlich länger oder kommt er immer wieder, sollte man abklären lassen, ob nicht doch eher eine Allergie vorliegt als ein Infekt. 

Ansteckungsgefahr herrscht überall, wo sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen übertragen sich Erkältungen leicht. Sie stecken durch Tröpfcheninfektion andere an. Wenn jemand also neben Ihnen hustet oder niest, könnte es schon passiert sein. Auch wenn jemand in die Hand hustet oder niest und danach einen Griff anfasst, kann dies bereits ein Übertragungsherd sein. 

Maßnahmen, um einer Erkältung vorzubeugen

Vorbeugen kann man also, indem man nach der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch im Flugzeug die Hände wäscht. Vielleicht ist auch das Fahrrad eine Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Flugzeug und auf Bahnreisen ist es empfehlenswert, eine dünne Jacke zusätzlich dabei zu haben, denn die Klima-Anlagen sind manchmal zu kalt eingestellt. Durch die trockene Luft können sie auch Ihre Schleimhäute schwächen. 

Ein gesunder Lebensstil ist in vielen Fällen die beste Maßnahme, um Krankheiten vorzubeugen. Rauchen und Alkohol schwächen das Immunsystem. Essen Sie Gemüse und Obst. Ihre Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe stärken Ihr Immunsystem, Ihre Verdauung und damit Ihren Darm. Dies ist wichtig, weil sich in der Darmschleimhaut ein großer Teil der Immunzellen befindet. Möchten Sie mehr über das Immunsystem erfahren, klicken Sie hier.

Was hilft, wenn es Sie doch erwischt hat?

Dann heißt es: schonen! Bleiben Sie im Bett oder auf dem Sofa. Erholen Sie sich. Trinken Sie viel. Thymian- oder Pfefferminz-Tee sind die besseren Alternativen zu kalten Getränken. Mit Pfefferminzöl können Sie wieder besser durchatmen und es kann auch bei Kopfschmerzen helfen. Näheres lesen Sie hier.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass Sie aus dem Haus müssen, achten Sie darauf, niemanden anzustecken. Waschen Sie selbst oft die Hände. Entsorgen Sie die gebrauchten Taschentücher. Niesen oder husten Sie nicht in Ihre Hände, sondern in die Armbeuge. Ein rücksichtsvolles Miteinander ist auch bei Ansteckungskrankheiten sehr wichtig. 

Wichtig: Gehen Sie nicht mit einem grippalen Infekt zur Arbeit! Sie sind ohnehin nicht leistungsfähig, stecken womöglich andere an, die dann fehlen werden. Außerdem wird die Erkältung sogar länger dauern, als wenn Sie sie auskuriert hätten.