Joggen, Kraftsport & Co: Was bewirkt Sport?

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Joggen gilt als die klassische Sportart, schließlich ist sie eine der ältesten Bewegungsarten. Sport ist – wie jeder weiß – ein Jungbrunnen für den Körper. Es verbrennt nicht nur Kalorien, sondern hat eine Menge anderer positiver Auswirkungen auf unseren Körper. Doch nicht jeder kann und mag in seiner Freizeit joggen. Glücklicherweise gibt es unzählige Sportarten, für die man nicht immer aufwendig zu einem Trainingsort fahren muss. Viele Sportarten kann man in seinen eigenen vier Wänden oder vor der Haustür betreiben.

Auswirkungen auf Körper

Die Hauptauswirkungen auf den Körper sind nur scheinbar schnell erklärt. Wir möchten hier die Abläufe nur grob beschreiben, auch wenn es dem ganzen Spektrum der Abläufe und Auswirkungen nicht gerecht wird. Wir betrachten in diesem Artikel die Auswirkungen von Sport auf gesunde Menschen. Bei Vorerkrankungen halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten. 

  • Wenn sich der Körper bewegt, erwärmt er sich zusätzlich zur bisherigen Wärme-Produktion. Um wieder herunter zu kühlen, schwitzt man. Man verbrennt mehr Kalorien.
  • Das Herz schlägt schneller und wird trainiert. Dauerhaft führt dies zu einer Senkung des Blutdrucks.
  • Der Sauerstoffbedarf steigt, man atmet schneller und auf Dauer vergrößert sich das Lungenvolumen. 
  • Bei regelmäßigem Sport erhöht sich der Anteil an Muskeln im Körper. Dadurch erhöht sich der Kalorien-Grundbedarf. 
  • Die Knochendichte wird erhöht, die Sehnen und Bänder gestärkt. 
  • Die Verdauungstätigkeit wird angeregt, Verstopfung vorgebeugt. (Achtung: Zu viel Sport, z. B. bei Hochleistungssportlern kann die Verdauung belasten.)
  • Sport stärkt auch das Immunsystem: Anfälligkeit für Infektionen sinkt. 

Auswirkungen auf Gehirn

Was so positive Wirkung auf den gesamten Körper, muss auch dem Gehirn gut tun. Und so ist es! Joggen & Co. stärkt die Verbindungen zwischen den Synapsen, also den einzelnen Nervenzellen. Möglicherweise hat dies auch positive Auswirkungen auf das Risiko an Demenz zu erkranken. 

Auswirkungen auf Geist

Regelmäßige sportliche Aktivität wie z. B. beim Joggen, reduzieren das Stressgefühl. Durch die stärkere Durchblutung des Körpers kann der Körper besser entspannen und regenerieren. Dies wirkt sich auf unsere Stimmung auf. Beim Sport schüttet der Körper Endorphine – Glückshormone – aus, diese lassen uns glücklich fühlen und können sogar bei Depressionen helfen. 

Vorsicht bei dauerhafter Überanstrengung

Es gibt ein Phänomen, das man das „Übertraining-Syndrom“ nennt. Dies bedeutet, dass man dauerhaft zu viel trainiert und seinen Körper damit in Dauer-Stress versetzt. Die Folgen sind schlechter Schlaf, Probleme bei der Verdauung, erhöhte Infektneigung.

Außerdem hat ein Zuviel Sport auch nachteilige Wirkung auf unser Gehirn. Manche Regionen im Gehirn sind bei übermäßigem Training inaktiv.

Übersicht Sportarten (nicht vollständig):

Ausdauer: Joggen, Aerobic, Tanzen, Nordic Walking, Radfahren, Reiten, Skifahren, Badminton/Tennis, Schwimmen, Inline-Skating, Ballsport (Fußball, Volleyball, Wasserball, Handball, Basketball), Yoga

Kraft-Training: Bankdrücken, Gewichtheben, Situps, Bodybuilding

Misch-Formen: Pilates, Kampfsport (wie Judo, Karate, Boxen), Leicht-Athletik, 

Sport mit wenig Muskeltraining: Sportschießen, Motorsport, Segeln

https://www.fitness-gesundheit.uni-wuppertal.de/fileadmin/fitness-gesundheit/pdf-Dokumente/Publikationen/2015/Prof.Stemper_F_G_4-15.pdf

http://www.gesundheits-lexikon.com/Anti-Aging-Medizin/Anti-Aging-Massnahmen/Auswirkungen-des-Sports-auf-den-Koerper.html

https://www.dguv-lug.de/fileadmin/user_upload_dguvlug/Unterrichtseinheiten/Berufsbildende_Schulen/Bewegung_und_Gesundheit/BBS_2014_07_Schaubild_Wirkung_von_Sport_und_Bewegung.pdf

https://www.internisten-im-netz.de/vorsorge/gesund-leben/aktiv-leben/positive-auswirkungen/

https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/alz.12530

https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(19)31104-2

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