Zeitumstellung: Dreht bald niemand mehr an der Uhr?

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Zeitumstellung
by-studio, Adobe Stock
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Gehören Sie zu den Menschen,…

die nach der Zeitumstellung erst einmal ein paar Tage „in den Seilen hängen“ und sich mühsam umgewöhnen müssen? Oder bemerken Sie, dass die Zeit umgestellt wurde erst, wenn Sie die Zeit Ihres Handys mit der Küchenuhr vergleichen?

In der vergangen Nacht wurde die Zeit umgestellt. Möglicherweise eines der letzten Male. Ab 2021 soll in Europa die Zeit zwar nicht stehen bleiben, aber zumindest auch nicht mehr umgestellt werden. Alle, die sich mit Eselsbrücken unter großen Anstrengungen gemerkt haben, dass die Uhr im Sommer vorgestellt wird und im Winter zurück, und gefachsimpelt haben, ob es dann länger hell bleibt oder früher dunkel wird, können jetzt aufatmen!

Besonders Kinder und auch Haustiere tun sich mit der Zeitumstellung schwer, denn sie haben sich an Rituale gewöhnt, die jetzt plötzlich später, bzw. früher stattfinden. So kann es manchem passieren, dass sein Kind Ende Oktober plötzlich schon um 6 Uhr wach ist und spielen möchte. Umgekehrt haben manche Menschen Probleme, im Winter noch eine Stunde eher aufzustehen. 

Konstante Sommerzeit?

Daher haben sich manche Politiker gedacht, dass eine konstante Sommerzeit die wohl beste Lösung wäre: Keine lästige Umstellung mehr und im Sommer noch lange abends draußen sitzen können. Viele befürworten diese Variante. Für die Alternative „konstante Winterzeit“, die eigentlich die richtige in unseren Graden wäre, lassen sich nur wenige begeistern. 

Jedoch sollte man bedenken, wie die Uhrzeit und das Tageslicht im Winter zusammenspielen würden. Bisher geht die Sonne Ende Dezember im Durchschnitt gegen 8:30 Uhr auf und um ca. 16:30 unter. Bei dauerhafter Sommerzeit wäre dies entsprechend eine Stunde später: Sonnenaufgang um 9:30 Uhr und Sonnenuntergang um 17:30 Uhr. 

Der spätere Sonnenuntergang käme vielen Arbeitnehmern bestimmt entgegen: So bekommt man am Feierabend evtl. noch ein bisschen Tageslicht ab.

Der späte Sonnenaufgang ist aber für viele eher kein Zuckerschlecken. Schüler gehen dann deutlich länger im Dunkeln zur Schule, was durchaus Gefahrenpotential hat. Teenager haben hormonell bedingt einen späteren Biorhythmus und werden durch das späte Tageslicht noch langsamer leistungsfähig. Dabei müssen sie aber ab spätestens 8 Uhr volle Konzentration bringen. 

Und der Vorteil für die Arbeitnehmer, dass sie noch spät Tageslicht abbekommen, rächt sich dann möglicherweise am Morgen, denn auch für sie gilt: Länger dunkel – geringere Konzentration. 

Es ist keine leichte Entscheidung und wir dürfen alle gespannt sein!