Aktuelle Studie: Softdrinks lassen Darmpolypen wachsen

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Darmpolypen
Alex
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Dass Ernährung und Gesundheit eng zusammenhängen,…

haben schon viele Studien bewiesen. Eine ungesunde, zuckerreiche Ernährungsweise hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Eine ballaststoffreiche, ausgewogene Ernährung wirkt sich positiv auf Körper und Wohlbefinden aus. Nun haben amerikanische Forscher jedoch eine weitere negative Auswirkung einer Zuckerart entdeckt.

Darmpolypen und ihre Rolle beim Darmkrebs

Darmpolypen gibt es in verschiedenen Formen. Auf dem obigen Bild sehen Sie Darmpolypen, die „gestielt“ sind, sie ähneln dann einem Pilz. Es gibt sie aber auch in flachen Formen. Sie kommen überwiegend im Dickdarm vor und dort wiederum zu mehr als 60 % im letzten Abschnitt des Dickdarmes. Häufig werden sie zufällig bei Darmspiegelungen gefunden. Manchmal aber verursachen sie selbst auch Beschwerden, schmerzen oder bluten. 

Sie werden – sobald sie entdeckt wurden – in der Regel direkt entfernt, denn ca. 5 % der Darmpolypen entwickeln sich zu Darmkrebs, umgekehrt war jeder Darmtumor zuvor ein Darmpolyp. 

Zusammenhang von Maissirup und Darmpolypen

In den USA werden immer mehr Softdrinks mit Maissirup – Isoglukose – gesüßt. Diese Zuckerart ähnelt unserem Haushaltszucker, enthält jedoch etwas mehr Fruktose als Glukose. Bei Haushaltszucker ist der Anteil jeweils 50 %.

Auch in Deutschland ist Isoglukose zugelassen und findet sich in Backwaren und Süßigkeiten, noch selten in Getränken. 

In der aktuellen Studie wurden Mäuse untersucht, die genetisch so verändert waren, dass sie besonders viele Darmpolypen entwickeln. Diesen gab man dann täglich so viel Maissirup, dass es einem Softdrink für einen erwachsenen Menschen entspricht. 

Die Darmpolypen der Mäuse, die ansonsten nicht übergewichtig waren noch zu viele Kalorien verzehrten, wuchsen deutlich schneller an als bei den Mäusen, die keinen Maissirup bekamen. Zusätzlich entwickelte sich bei ihnen häufiger Darmkrebs. 

Quellen:

Pschyrembel (2017): Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage; Berlin/Boston

https://science.sciencemag.org/content/363/6433/1345