E-Bike: gesund oder gefährlich?

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E-Bike
Halfpoint, Adobe Stock
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Das kennen bestimmt viele:

Man selbst strampelt sich ab, keucht und kommt doch kaum vom Fleck. Doch da klingelt es und ein älterer Herr oder eine ältere Dame fährt ohne mit der Wimper zu zucken und wie aus dem Ei gepellt am eigenen Fahrrad vorbei. Anfangs wunderte man sich noch: Was mache ich falsch? Inzwischen weiß man: Es ist eine Mogelpackung (natürlich mit einem Zwinkern!).

Genau genommen sind die meisten E-Bikes hierzulande eigentlich Pedelecs. Diese fahren bis zu 25 km/h schnell, aber nur, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. E-Bikes fahren auch ohne Bewegung des Fahrers, müssen aber deshalb auch zugelassen werden. Außerdem benötigen Sie dazu eine Versicherung. 

Ist denn diese Art Radfahren gesünder?

Dies kommt natürlich grundsätzlich auf Ihr persönliches Ziel an und darauf, wogegen Sie das Pedelec eintauschen. Fahren Sie mit dem Pedelec zur Arbeit ist dies mit Sicherheit gesünder als mit dem Auto zu fahren. Außerdem tun Sie der Umwelt etwas Gutes. 

Studien über die positiven Aspekte des Radfahrens gibt es reichlich. Moderate Bewegung lindert Diabetes Typ 2. Es hilft, dass weniger Insulin gespritzt werden muss, indem es die Zellen dazu anregt, Zucker zu verbrennen. 

Radfahren trainiert die Muskeln, dadurch verbrennen sie Kalorien, Ausdauer wird aufgebaut und Fett abgebaut. 

Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt und Erkrankungen gelindert, bzw. vorgebeugt. Außerdem schont Radfahren die Gelenke, weil das Gewicht nicht auf Knien und anderen Gelenken lastet. 

Aber auch das Fahren mit dem E-Bike, bzw. Pedelec, ist als gesund und präventiv anerkannt. Der Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung. Frische Luft hebt die Stimmung. Durch das Tageslicht produziert Ihre Haut Vitamin D. Muskeln und Knochen werden gestärkt, Fett wird abgebaut und Muskeln aufgebaut.

Wenn das nicht motivierend klingt!?

Sicherheitsaspekte

Leider kommen in Unfallberichten der Polizei immer häufiger auch Pedelec- und E-Bike-Fahrer vor. Ursache ist meist eine unsichere Fahrweise, Fehleinschätzung von Bremswegen, aber natürlich auch, dass von Autofahrern die Geschwindigkeit der Pedelec-Fahrer falsch eingeschätzt wird. 

Wichtig ist, dass Pedelec-Fahrer beim Fahren einen Helm tragen, denn die meisten Verletzungen treten bei Unfällen am Kopf auf. 

Um aber Unfälle zu vermeiden, bieten verschiedene Anbieter Fahrsicherheitstrainings an. Hier werden Ausweichmanöver trainiert, Vollbremsungen und das Gleichgewicht auf dem Pedelec. 

Quellen:

https://www.nature.com/articles/ijo2017253

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27299435