Grüner Tee – mehr als ein Getränk!

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Grüner Tee
Kittiphan, Adobe Stock
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Nicht jeder mag ihn:

Grüner Tee. Für viele ist er einfach zu bitter und sie bekommen ihn nicht herunter. Dies liegt an Gerbstoffen und den sekundären Pflanzenstoffen, die er enthält, z. B. Catechingallate. Aber gerade sie machen ihn so gesund und vielseitig. Denn man kann ihn nicht nur trinken, sondern auch manch andere Verwendung für ihn finden!

Grüner Tee als Mundspülung

Forscher fanden heraus, dass grüner Tee ganz hervorragend als Mundspülung dient. Dabei verglichen sie die Wirksamkeit von Spülungen mit Chlorhexidin und einer Spülung mit den Wirkstoffen aus grünem Tee. Sie fanden heraus, dass beide Mundspülungen gleich gut wirksam waren und Zahn- sowie Zungenbeläge reduzieren konnten.

Des Weiteren wirken die Catechine aus der grünen Flüssigkeit antibakteriell und wirken sich daher positiv aus Parodontitis (Zahnfleischentzündungen) aus.

Zusätzlich bringen genau diese Catechine den pH-Wert im Mund zurück ins Basische, was das Kariesbakterium Streptococcus mutans gar nicht mag. Deshalb kann Grüntee möglicherweise Karies reduzieren.

Am besten kauft man also Grüntees mit möglichst vielen Catechinen. Diese sind z. B. Benifuuki, Gokou oder Okumidori. Umgekehrt sind diese Teesorten mit hohen Catechingehalten nicht zum Trinken geeignet, weil sie die Aufnahme mancher Nährstoffe behindern. Grüntee aus dem Discounter ist als Mundspülung ungeeignet. 

Kann man mit Grüntee abnehmen?

Eine Studie mit Mäusen legt den Schluss nahe: Ja! Aber nicht, wenn man nichts ändert und zusätzlich grünen Tee trinkt, sondern: In Kombination mit Lauftraining nahmen die Mäuse mehr ab, die zusätzlich grünen Tee zu trinken bekamen. Probieren Sie es aus!

Grüner Tee gegen Vergesslichkeit?

Unglaublich, aber Forscher fanden erneut im Tier-Modell heraus, dass Tiere, die grünen Tee tranken ein besseres räumliches Gedächtnis hatten und sich das Lernen steigert. 

Außerdem fanden Forscher bereits 2012 heraus, dass die Kombination aus Grüntee und Lasern gefährliche Plaques von Hirn-Nervenzellen lösen kann.

Aber wie bereitet man Grüntee richtig zu?

Am besten kaufen Sie Ihren Lieblingstee in einem speziellen Tee-Haus. Dort können sie meist auch kosten und werden gut beraten zu Qualität, Koffeingehalt und Geschmack. Das Koffein aus grünem Tee wirkt nicht so wuchtig wie aus Kaffee, sondern langsamer und damit schonender. Daher ist er auch für sensiblere Menschen geeignet.

Mild, aber mit reichlich Koffein kommt z. B. der japanische Gyokuro daher. Er ist deshalb der ideale Morgen-Tee. Wer auch nachmittags oder abends noch Tee trinken möchte, für den ist Bancha perfekt. 

Damit er nicht bitter schmeckt, sollten Sie grünen Tee nicht mit kochendem Wasser aufgießen. Die meisten Sorten mögen Temperaturen zwischen 60 und 80 °C. Außerdem ist die Ziehzeit meist recht kurz: Zwischen 2 und 3 Minuten, ansonsten gelangen bittere Gerbstoffe ins Wasser. Die optimale Zubereitung steht aber in der Regel auf der Tee-Packung. 

Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3134045/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25329972

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24375945

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22964138

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/mnfr.201200035