Dragana Gordic; Adobe Stock
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Es kommt so häufig vor, dass beinahe jeder Mensch mindestens ein Mal in seinem Leben daran erkrankt: Das Ekzem. Eine Reaktion der oberen Hautschicht, welche in den unterschiedlichsten Größen und Varianten vorkommen kann. Die Betroffenen wissen meist kaum, wie sie den Alltag mit diesem Juckreiz überstehen sollen.

Was ist ein Ekzem?

Das Wort Ekzem selbst ist eigentlich nur ein Sammelbegriff für eine Reihe von Reaktionen bei bestimmten Hauterkrankungen. Es gibt mehrere Formen von ekzematösen Erkrankungen, die sich zwar rein äußerlich ähneln, jedoch viele verschiedene Ursachen haben. Im Allgemeinen wird oft stellvertretend das Wort Dermatitis verwendet.

Für gewöhnlich machen sich Ekzeme auf der oberen Hautschicht durch entzündliche Rötungen mit starkem Juckreiz bemerkbar. Die jeweilige Variante der Ekzeme entscheidet dann darüber, ob die betroffene Stelle eher nässt oder trocken ist. Auch Blasenbildung und Schuppen können damit einher gehen. Da es das eine einheitliche Ekzem nicht als solches gibt, sondern nur in Form ursachenabhängiger Varianten, sind die betroffenen Hautstellen auch sehr variabel.

Diese Varianten sind bekannt

Für eine ärztliche Diagnose ist die Ursache für das Ekzem entscheidend. Denn das äußere Erscheinungsbild Ihrer betroffenen Stelle kann die Herangehensweise maßgeblich beeinflussen. Zur Eingrenzung haben wir hier einige Varianten an Ekzemen für sie aufgelistet:

  • Atopisches Ekzem – Neurodermitis / endogenes Ekzem; Umwelteinflüsse
  • Kontaktekzem – Kontakt mit Allergen oder schädlichen Substanzen
  • Seborrhoisches Ekzem – Überfunktion der Talgdrüsen und Hefepilze
  • Dyshidrotisches Ekzem – vermehrt durch Schweiß und Fußpilz
  • Nummuläres Ekzem – vermutlich Reaktion der Immunzellen auf Bakterien (noch nicht ausreichend belegbar)
  • Exsikkationsekzem – Austrocknungsekzem, betrifft besonders ältere Menschen mit trockener Haut

Einige Ekzeme unterliegen mehreren Abstufungen. So beginnen beispielsweise akute Ekzeme, wie allergische Ekzeme, oft mit Rötungen und Juckreiz und gehen im weiteren Verlauf auf Blasenbildung über. Im Anschluss platzen diese und hinterlassen eine großschuppige Hautoberfläche. Chronische Ekzeme hingegen zeichnen sich durch ihre Dauer aus und machen sich meist mit feinen Schuppen und einer anhaltenden Rötung und Trockenheit bemerkbar.

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Wie sie darauf reagieren sollten

Allem voran steht die Abklärung durch einen Arzt. Denn die feinen Unterschiede zwischen den Diagnosen sind für den Laien oft schwer zu durchschauen. Je nach Ursache rät Ihnen dann der Arzt zu unterschiedlichen Lösungsansätzen. Gerade bei Kontaktekzemen und Ekzemen, die auf äußere Einflüsse schließen lassen, wird vorsorglich auf das Entfernen der Auslöser gedrängt. Bei einer Nickelallergie kann dieser Auslöser vergleichsweise einfach zu ermitteln sein. Sollten es bestimmte Umwelteinflüsse sein, sucht man eventuell länger.

Für die Ekzeme selbst werden häufig spezielle Cortison Salben verschrieben. Es kann aber auch sein, dass medizinische Shampoos verschrieben werden. Je nach Hautstelle. Denn die Position des Ekzems entscheidet oft zusätzlich über die Herangehensweise.

Es kann auch sein, dass antiseptische Cremes oder Licht-Therapien angewendet werden. Zur Vorbeugung ist zu sagen, dass die Haut generell gepflegt werden sollte. Aggressive Duftstoffe in Shampoos oder Waschmitteln können die Haut zusätzlich belasten. Des Weiteren sollten die Jahreszeiten mit ihren besonders austrocknenden Ausschlägen berücksichtigt werden. Sorgen Sie vor und lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke beraten. Gerne weisen wir an dieser Stelle auf unseren medizinischen Dienst hin.

Quellen:

https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/ekzeme

https://www.klinik-braun.de/de/medizinische-therapie/ekzeme.html

https://medicalforum.ch/de/detail/doi/smf.2017.03007

https://pflegebox.de/ratgeber/krankheiten/hautkrankheiten/ekzem/